„Der Pfau“

von Isabel Bogdan, erschienen im Insel Verlag

Herrlich komisch, very british und extrem unterhaltsam

Mir wurde dieses Buch als Geschenk von einem lieben Freund geschickt, der mir damit, aufgrund meiner Erkrankung, die Stimmung aufhellen wollte, um mich dadurch auf andere Gedanken zu bringen. 

Und was soll ich sagen? Es ist ihm absolut gelungen. An dieser Stelle, schonmal vielen, vielen lieben Dank, Kai!

Zur Geschichte:

Es ist Winter, irgendwo in den schottischen Highlands. Auf dem mehr oder weniger abgetakelten Landsitz von Lord und Lady McIntosh buchen sich Londoner Investmentbänker, inklusive einer extra dafür angeheuerten Köchin, für ein eine Teambuildingmaßnahm,  ein Wochenende lang ein. 

Eigens dafür wird von seitens der McIntosh‘ der marode Westflügel so gut wie möglich „aufgepimpt“ um die Londoner Gäste, einschließlich ihrer hysterischen Chefin unterzubringen. 

Alles scheint gut geplant zu laufen, tja wenn da dieser durchgeknallte Pfau der McIntosh‘ nicht alles durcheinander bringen würde. 

In ihrem Roman beschreibt Isabel Bogdan mit herrlich, extrem britischem Humor die verschiedenen Situationen, Verwechslungen und zum Teil tragikomischen Momente der Gesellschaft so herrlich witzig und unbeschwert, dass es wirklich eine Freude war, das Buch zu lesen. 

Aber von vorn.

Das Cover zeigt uns, wie kann es auch anders sein, einen schillernden Pfau. Um eben diesen geht es ja auch. Die Kapitel, eigentlich aus meiner Sicht keine richtigen Kapitel, sind genau richtig und extrem kurzweilig. Der Schreibstil gefällt mir sehr sehr gut, die gewählte Sprache, ebenso wie der Humor sind einfach herrlich. 

Irgendwann stellen die Hausherren fest, dass einer ihrer Pfauen, komplett durchdreht, wenn er etwas in der Farbe blau sieht. Egal ob es sich dabei um ein blaues Kleid eines Gastes, ein blauverpacktes Paketes oder gar ein blaues Auto handelt. Der Pfau mag mag einfach kein blau, erklärt die Farbe also zu seinem Feindbild und bekämpft diese mit, den für einen Pfau zur Verfügung stehenden Mitteln. Keiner weiß, warum der Pfau dies tut, aber für Lord McIntosh ist klar: der Pfau ist geschäftsschädigend und muss weg. Lord McIntosh muss handeln, tut dies und damit nehmen die Verwechslungen, Verdächtigungen und extrem schrägen Situationen auf dem Anwesen ihren Lauf.

Mehr kann und will ich nicht verraten, aber als Leser stolpere ich von einer in die nächste komische Situation und ich bin der einzige der alles weiß, aber unsere Hausherren, ihre Bediensteten und gerade auch die Gäste haben alle nur ein „gefährliches Halbwissen“. 

Eine Komödie, die mir total gefallen hat. 

Wer sich kurzweilig, humorvoll und mit einem ständigen Schmunzeln im Gesicht unterhalten lassen möchte, ist hier absolut richtig. Eine herrlich, humorvolle und schräge und absolute Leseempfehlung. 

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