„Wenn Du mir gehörst“

von v. Michael Robotham, erschienen im Goldmann Verlag, übersetzt aus dem Englischen v. Kristian Lutze

Spannender Thriller bis zum Schluß

Guter Thriller bis zum Schluss

Es ist mein erster Thriller von Michael Robotham und ich bin nicht enttäuscht worden.

Worum geht es:

Der jungen Londoner Polizistin Philomena McCarthy, von Freunden/Freundinnen und Kollegen einfach Phil genannt., steht eine große Karriere bevor. Bis sie zu einem Fall häuslicher Gewalt gerufen wird. Denn der Täter ist ein hochdekorierter Detective, der seine Geliebte Tempe schwer misshandelt hat. Als Phil diese zu schützen versucht, wird sie vom Dienst einstweilen suspendiert. Zumindest Tempe zeigt sich dankbar: Die beiden Frauen werden trotz Warnungen enge Freundinnen und sind bald unzertrennlich.

Doch allmählich wird Phil misstrauisch: Etwas an der Geschichte von Tempe scheint nicht zu stimmen. Ist Tempe wirklich ein unschuldiges Opfer? Spätestens, als eine Leiche in Phils Umfeld auftaucht, weiß sie nicht mehr, wem sie trauen kann.

Das Cover ist zeitlos und macht dennoch neugierig. Es ist ein Cover, dass mich im Buchladen ebenso anspringt wie auch als Ebook. Es hat etwas Geheimnisvolles, etwas Gruseliges.

Der Schreibstil liegt mir. Er ist knackig und gut gewählt, so dass man langsam in die Geschichte mit hineingezogen wird. Der Spannungsbogen ist gut, denn was als langsame Geschichte anfängt endet in einer Überraschung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Immer wenn ich davon ausging, “nun bin ich hinter ein Geheimnis gekommen“ wird der Plot wieder flotter und ich bin wieder auf der falschen Fährte.

Und so bleibt es wirklich interessant und wird dann zu einer, finde ich, rasanten Fahrt durch die Geschichte der drei/vier Hauptprotagonisten; das ist ebenfalls ein Umstand der mir gut passt. es sind nicht all zuviel Personen, welche im Plot vorkommen, diese sind aber zunächst warmherzig und ehrlich dargestellt und ich habe das Gefühl sie zu kennen. auch die an manchen Stellen vorherrschende Naivität nehme ich den einzelnen Protagonisten ab, obwohl ich es manchmal nicht verstehen kann.

Mit voranschreitenden Kapiteln erhöht sich auch die Spannung, die Psychospielchen und es wird rasanter und klarer, so denke ich, aber weit gefehlt. Rasant ja, klarer nein. Erst ziemlich zum Schluss „fällt bei mir der Groschen“, wie alles zusammenhängt. Allerdings gibt es zum Schluß eine Überraschung, mit der ich im Leben nicht gerechnet habe.

Aus meiner Sicht ein guter, wenngleich ein bisschen langatmiger, dennoch unterhaltsamer Thriller, der sich mit jeder Seitenzahl lohnt.

Für mich eine Leseempfehlung und vielleicht auch ein “Must-read“ für alle Thrillerfans.

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