„Long Bright River“

V. Liz Moore, erschienen im C.H.Beck Verlag, übersetzt aus dem Engl. v. Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Insgesamt gut, allerdings mit Schwächen

Ich muss sagen, daß mich kaum ein Buch so hin- und hergerissen hat, wie dieser Roman. Einerseits wollte ich schon bei der Hälfte abbrechen, aber Dank einer lieben Blogger-Freundin, welche mich zum Durchhalten ermutigte, habe ich es dann fertig gelesen und bin nicht ganz so enttäuscht, als zu Beginn. Allerdings blieb der Roman ein Stückweit hinter meinen Erwartungen.

Aber erst einmal zur Story:

Es geht um zwei Schwestern in Philadelphia, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch sind die beiden scheinbar durch ein unsichtbares Band eng miteinander verbunden. Die eine ist Mickey, eine Streifenpolizistin, alleinerziehend und die andere ist Kacey, drogenabhängig, verdient ihr Geld mit Prostitution und lebt auf der Straße. Kacey steht in Mickeys Revier auf der Straße und so kann Mickey während ihres Dienstes immer ein Auge auf ihre Schwester werfen, auch wenn beide so gut wie keinen Kontakt mehr zueinander haben. Doch plötzlich ist Kacey verschwunden und gleichzeitig häufen sich die Morde an jungen Prostituierten. Grund genug für Mickey, sich auf die Suche nach ihrer Schwester zu machen, die sich aber scheinbar gar nicht finden lassen will.

Grundsätzlich ein guter Stoff für einen Roman. Das Cover finde ich ansprechend, und hat mich u.a. mit dazu bewegt, das Buch zu kaufen. Die Kapitel sind aufgrund ihrer Länge ok. Der Roman spielt zeitlich in zwei Ebenen und danach sind auch die Kapitel benannt, nämlich ganz einfach in „damals“ und „jetzt“.  Wie die Namen schon sagen, wird die Geschichte der beiden Schwestern von Damals und Jetzt im Wechsel erzählt, was gut ist, denn so erfahre ich Stück für Stück, warum sie so sind, wie sie sind. Der Schreibstil ist flüssig und gut, konnte mich aber dennoch nicht begeistern. Gerade in der ersten Hälfte war mir zu wenig los und für mich määnderte die Geschichte so durch das Tal der Langatmigkeit und ich musste mich immer wieder aufraffen um weiterzulesen. Die Morde an den jungen Prostituierten werden eher beiläufig behandelt und ermittelt, denn im Vordergrund steht tatsächlich die (Familien)Geschichte der Beiden. Das hat mich etwas genervt. Allerdings, wenn man das Buch geduldig weiterliest, ergeben die vielen Puzzleteile eben das große Ganze. 

In der zweiten Hälfte nimmt der Roman für mich endlich an Fahrt auf, und auch die zu Anfangs vermisste Spannung nimmt stetig zu. 

Gut gefallen haben mir die Wendungen in der zweiten Hälfte, mit denen ich so nicht gerechnet hatte und die mich dann doch noch etwas begeistern konnten.

Im Großen und Ganzen ist der Roman ok hatte aus meiner Sicht in der ersten Hälfte so seine Längen, hat mich aber ab der zweiten Hälfte gut unterhalten. Es ist für mich aber leider kein Pageturner. 

Danke nochmal an Tatjana, die mich dazu ermutigt hat bis zum Schluss durchzuhalten😉!

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