„Zeit der Eismonde“

Von Anett E. Schlicht, erschienen im Piper Verlag

Gelungener Auftakt

Es ist quasi meine Premiere, mein erstes Buch im Genre Fantasy, seit ich wieder zu Lesen begonnen habe. Ja, ich habe Damals alle Harry Potter Bücher gelesen, aber keinen Fantasy-Roman mehr in den vergangenen 10 Jahren. 

Ich kann es auch nicht mehr sagen, wie ich nun zu diesem Roman von Anett E. Schlicht gekommen bin, aber vermutlich war es durch Instagram. 

Worum geht es also:

Die Geschichte um den 17 jährigen Ouwen spielt in Aehdland. Ouwen lebt dort allein mit seinem Vater und Ouwen wird regelmäßig von Alpträumen geplagt. Tagsüber hat der Junge ebenfalls Visionen und er fragt sich, ob er langsam verrückt wird und weiß nicht wem er sich mit seinen Träumen und Visionen anvertrauen soll.

Eines Nachts erscheint ein Fremder und fordert ihn auf, mit ihm zu fliehen. Obwohl Ouwen sich nicht sicher ist ob er träumt oder nicht, spürt er, dass er mit dem Fremden mitgehen muss.  Das Abenteuer beginnt.

Mehr will ich gar nicht zum Inhalt verraten. Ich muss vorweg sagen, dass mich das Buch zunächst nicht fesseln konnte und ich sehr skeptisch gewesen bin, ob es die Autorin noch schafft mich zu begeistern.

Das Cover gefällt mir gut, wenngleich ich die verspielte Schrift nicht gebraucht hätte. Aber insgesamt finde ich das Cover doch gelungen. Es passt gut zur Geschichte. 

Der Schreibstil gefällt und liegt mir, sodass ich das Buch auch flüssig lesen konnte. Aber mir waren es zunächst zu viele Informationen, zu viele Charaktere, die mir, meines Erachtens, dann aber dennoch etwas zu oberflächlich erschienen und ich mich anfangs stets gefragt habe, warum erfahre ich so wenig über die einzelnen Protagonisten (woher kommen sie, wohin gehen sie, warum sind sie da?), warum erfahre ich nichts über die nächtlichen Alpträume und über die Visionen, welche Ouwen tagsüber hat?.

Aber es bedurfte meinerseits ein wenig Geduld die Komplexität zu verstehen, die verschiedenen Perspektiven nachzuvollziehen und in Aehdland einzutauchen und mich ein Stückweit einfach darauf einzulassen, mich treiben zu lassen und siehe da, nach ca. einem Drittel hatte mich die Autorin mit ihrer Geschichte gepackt. Da fand ich dann Stück für Stück die Puzzleteile, auf die ich gewartet hatte, die ich anfangs vermisst habe und auch die Spannung wurde deutlich erhöht, was mich dazu gebracht hat, regelrecht mitzufiebern. Ich bin ein Teil der Geschichte geworden. Ich habe die Kälte spüren können, habe die Alpträume deutlich mitempfunden und ich wollte das Buch dann, ob des sich für mich stärker werdenden Sogs, nicht mehr aus der Hand legen.

Die Kapitel sind in einer angemessenen Länge und springen in verschiedenen Zeitachsen hin und her. Das war Anfang etwas verwirrend, da auch die Gedanken unseres Hauptprotagonisten zusätzlich kursiv dargestellt sind, aber nach kurzer Zeit gewöhne ich mich daran und alles ist gut.  

Mein Fazit:

Die Geschichte startet sehr ruhig, sehr komplex, für mich zunächst verwirrend, wird aber im Verlauf für mich dann immer klarer und  nimmt auch an Fahrt auf, was schön ist und Spaß macht zu lesen.  Die zu Beginn vorhandene Skepsis muss meiner Begeisterung Platz machen und je länger ich die Protagonisten begleite, desto besser gefällt mir die Geschichte. 

Was mir dennoch gefehlt hat, waren dann hier und da noch etwas mehr Details, was aber dem Gesamteindruck nicht wirklich schadet. 

Ein gelungener Fantasy-Einstieg für mich, und ein gelungener Fantasy Roman, der Lust auf den zweiten Teil macht.

Danke auch an den sehr netten Austausch mit der Autorin Anett E. Schlicht, während des Lesens. Das empfand ich wirklich als hilfreich und ich freue mich auf die Fortsetzung. 

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