„42 Grad“

Von Wolf Harlander, erschienen im Rowohlt Verlag


Spannend mit kleinen Schwächen

Zur Geschichte:

Ganz Deutschland freut sich zunächst über den Jahrtausendsommer. Nur der Hydrologe Denner und die IT-Spezialistin Forsberg warnen vor den Folgen der Hitze.

Niemand nimmt sie ernst, bis die ersten Flüsse austrocknen und Waldbrände außer Kontrolle geraten und sogar Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen und  Wasserwerke ihre Arbeit einstellen.

In ganz Europa machen sich Wasserflüchtlinge auf den Weg um an das Wichtigste zu kommen: Wasser.

Denner und Forsberg versuchen die Katastrophe aufzuhalten, haben aber eine scheinbar übermächtigen Gegner.

Das Cover finde ich gelungen und ist für mich ein eyecatcher. Der Titel passt perfekt und man weiß gleich: es geht ums Klima.

Mir gefällt der Schreibstil, ich kann ihn flüssig lesen, und Wolf Harlander baut einen guten Spannungsbogen auf, der bis zum Schluss anhält. Ich will gleich zum nächsten Kapitel um zu erfahren wie es weiter geht. 

Die Charaktere sind gut dargestellt, wobei mir die beiden BKA-Ermittler zu schwach beschrieben sind. Da hätte ich gern mehr erfahren. 

Es fällt mir auch schwer zu glauben, dass das BKA Informationen einer zivilen IT-Spezialistin, welche per internationalen Haftbefehl gesucht wird, bei der Klärung der Fälle benötigt, da das BKA scheinbar keine eigenen fähigen Fachleute dafür hat um im Darknet zu recherchieren. Das war mir etwas „too much“. 

Davon abgesehen finde ich die Hintergründe gut recherchiert und auch wirklich nachvollziehbar dargestellt. Ein durchaus denkbares „Horrorszenario“, dass Wolf Harlander hier beschreibt. Wirklich erschreckend und nicht so weit hergeholt.

Ich tappe zunächst im Dunkeln, habe aber eine leise Ahnung worauf das Ganze hinausläuft. Die BKA- Ermittler brauchen etwas länger als ich, um zu merken, wer hinter den ganzen Szenarien steckt, aber das ist ok. Mir war dann nach 2/3 des Buches klar, wer die Urheber allen Übels in der Geschichte sind. Aber dennoch habe ich es gern bis zum Schluss weitergelesen. Aber das Finale war mir dann auch wieder etwas drüber und zuviel.

Dennoch gefiel mir das Buch insgesamt sehr gut, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und ja, eine Leseempfehlung gibt es trotz der kleinen Schwächen auch. 

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