„Die Mauer“

von John Lanchester, erschienen im KlettCotta Verlag, übersetztes dem Englischen v. Dorothee Merkel

Dystopie; gute Idee aber leider sehr langweilig

Ein Buch, dass mit empfohlen wurde und da war ich dann doch enttäuscht, aber das kann ja mal vorkommen.

Worum geht es? Die Geschichte spielt in ferner Zukunft und ganz England ist von einer riesigen Mauer umgeben, die es zu verteidigen gilt. Die Mauer und die Verhältnisse, die damit einhergehen sind seit dem sogenannten „Wandel“ so. Und alle jungen Engländer müssen, egal ob männlich oder weiblich, ihren zweijährigen Dienst auf der Mauer ableisten. Ziel dieses Dienstes ist es „die Anderen“, also all diejenigen, welche nicht innerhalb der Mauer leben, am eindringen zu hindern, sprich abzuwehren und letztendlich auch zu töten. Sollte dies nicht gelingen, und „die Anderen“ können eindringen, werden die Verteidiger als Strafe aufs Meer verbannt.

Grundsätzlich kein schlechtes Thema, wie ich finde, aber aus meiner Sicht völlig an einem guten, spannenden Roman vorbei geschrieben. Der Klappentext erwähnt Parallelen zur aktuellen Einwanderungspolitik, Migranten und auch dem Brexit was ich allerdings überhaupt nicht so empfinde beim Lesen. Der Roman ist für mich alles andere als politisch und auch die Erwähnung im Klappentext von „hochgradig spannend“ kann ich nicht nachvollziehen.

Den Schreibstil des Autors finde ich ja noch in Ordnung, aber dann verlässt mich die Euphorie. Aus meiner Sicht wären spannende Momente da gewesen, die hätten wesentlich intensiver beschrieben werden können – sogar müssen. Aber so plätschernde Geschichte von einer Belanglosigkeit zur nächsten und das schlechte Wetter auf der Mauer schein die einzige Konstante im Roman zu sein.
Mir war der erste Teil „auf der Mauer“ zu langatmig, zu langweilig und zu wenig aufregend. Der zweite Teil „Die Anderen“ war dann leider auch nicht spannender, denn ich hätte gern erfahren, warum die Mauer da ist, warum die „Anderen“ auf dem Meer umherirren und hinter die Mauer wollen und wer die „Anderen“ denn überhaupt sind und wo sie herkommen. Und dann im dritten Teil „Das Meer“ erfahre ich auch nicht wirklich etwas wichtiges, spannendes, etwas das mich mitreißt, mich mitnimmt auf eine tolle, aufregende und spannende Reise. Vielmehr verliert sich die Geschichte immer mehr in belanglosen Handlungen, und die möglichen spannenden Momente werden dann, meines Erachtens durch extrem schwache Dialoge und schwache Charaktere zunichte gemacht. Und das Ende? Na ja, was soll ich sagen…….anders als erwartet, aber alles in allem ist „die Mauer“ für mich nicht das was ich mir erwartet oder erhofft hatte. Wirklich sehr schade. Deshalb nur noch zwei von fünf *. Sorry

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