„Im nächsten Leben wird alles besser“

V. Hans Rath, erschienen im Ullstein Verlag

Herzerfrischend humorvoll

Ich hatte das Buch zunächst überhaupt nicht auf dem Schirm und bin eher durch Zufall darauf aufmerksam geworden. Und was soll ich sagen? Ich bin wirklich nicht enttäuscht worden.

Das Cover wirkt auf den ersten Blick etwas „dunkel“, bestimmt durch die Farbe schwarz, aber da sind noch bunte Buchstaben, die etwas erhellendes, erheiterndes haben, gemeinsam mit den beiden Karikaturen. Insgesamt gefällt mir das Cover recht gut. 

Die Geschichte ist schnell erklärt. Der Protagonist Arnold Kahl ist ein Nörgler, mit sich und der Welt unzufrieden und findet sich plötzlich im Jahr 2045 wieder. Ein Alptraum, oder etwa doch nicht? 

Dort ist er aber nicht allein, sondern ihm ist ein sogenannter Bot namens Gustav, eine Künstliche Intelligenz zur Seite gestellt, die sich um ihn kümmern soll, denn dies ist in der Zukunft scheinbar so. Welch eine tolle Vorstellung. Gustav kümmert sich mal mehr oder weniger emphatisch, meistens seiner technischen Logik folgend, ziemlich gut um Arnold, obwohl er ein Auslaufmodell ist. Manchmal scheint er schon Ausfallerscheinungen zu haben, was den Bot durchaus sehr sympathisch macht. Es beginnt eine herrlich Geschichte mit dem ungleichen „Paar“. Der Autor erzählt uns was sie gemeinsam erleben, welche abstrusen Situationen sie meistern und vor allem sind es die wirklich guten und klugen Dialoge, witzig, spritzig, mal bissig, mal mit schwarzem Humor gespickt, die diese Geschichte so wunderbar erfrischend macht.

Es ist ein Buch das durch seine Leichtigkeit, seinen Humor und durch den, für mich frischen Schreibstil besticht. Gerne wäre ich bei den beiden live dabei. Ich erwische mich immer wieder, wie ich schmunzelnd die Geschichte in mich aufsauge und mich auf das nächste Kapitel freue, mit einem verschmitzten Lächeln

Zugegeben, an manchen Stellen ist es etwas vorhersehbar, aber das tut der Leichtigkeit und dem Humor des Buches nicht weh. An manchen Stellen lag ich dann dennoch nicht ganz richtig, aber was soll’s. Es ist kein Krimi, kein Roman sondern gute Unterhaltung für einen lauen Sommerabend oder einen ebenso schönen Strandtag. 

Sehr gut gefällt mit dann doch, dass es nicht nur eine einfache Unterhaltung ist, sondern mich ganz behutsam als Leser zum nachdenken anregt. Anregt über das Leben nachzudenken. Wie wichtig nehmen ich mich und wieviel bleibt dadurch vom „wir“ auf der Strecke. Was für Wünsche habe ich im Leben und kann ich diese realisieren. 

Warum verschieben wir so viele wichtige Dinge auf Morgen um dann am Ende ihnen nurmehr nachzutrauern?

Ein herzerfrischendes Buch mit ganz klarer Leseempfehlung.

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