„Insel“

v. Ragnar Jónasson, erschienen im btb-Verlag, übersetzt v. Kristian Lutze

Besser als der erste Teil

Ich habe mich schon auf den zweiten Teil gefreut und mir gefällt er wirklich sehr gut. Wie ja bekannt sein dürfte, handelt es dich hierbei um eine Trilogie, und diese Trilogie wird rückwärts erzählt, was es einerseits total spannend für mich macht, und andererseitst anfangs nicht ganz einfach gemacht hat, die Zeitstränge und Handlungen in die richtige Reihung und gedanklich sofort und leicht zu erfassen. Gerade in Band zwei.
Aber ich bin absolut ein Fan davon, denn es ist wie mit einem Puzzle; man hat viele verschiedene Teile und doch geben sie gemeinsam ein großes Ganzes. Genial!


Ragnar Jónasson schafft es durch seinen total unaufgeregten und ruhigen Schreibstil mich zu fesseln. Die kurzen Kapitel gefallen mir sehr gut und Stück für Stück, wie auch im ersten Teil, wird die Geschichte spannender. Gerade durch diese mit- und in sich verwobenen Handlungs- und Zeitstränge erfährt man immer mehr Kleinigkeiten über die einzelnen Charaktere und so setzen sich die Puzzleteile derer langsam und mit stetig wachsender Spannung zusammen. Dabei bleiben die Protagonisten meines Erachtens bis zuletzt undurchsichtig, spannend und vor allem dubios.

In der ersten Hälfte des Buches hatte ich, wie bei Band Eins, zunächst den Eindruck, dass die Geschichte nur dahin plätschert. Aber gerade dort finden sich viele wichtige (Schlüssel-) Informationen, die dann in der zweiten Hälfte wiederum für die gesamte Geschichte/Handlung von Bedeutung sind. Und somit geht das für mich voll in Ordnung.


Ich mag die doch schrullige Kommissarin Hulda Hermannsdóttir; die Art und Weise, wie sie ermittelt. Ruhig und besonnen und unaufgeregt geht Sie den Fall/die Fälle an und wartet bei den Ermittlungen auf genau den richtigen Zeitpunkt um dann gekonnt den Täter festzusetzen. Auch erfahren wir in diesem Teil mehr aus ihrem persönlichen Leben und ihre Art damit umzugehen.

Der Schreibstil von Ragnar Jónasson und die anfängliche Unaufgeregtheit dieses Buches sind für mich ein Indiz eines großartigen Autors. Ja zugegeben, es gibt spannendere Thriller, die aber nur deshalb nicht zwangsläufig besser sind als dieses Buch.

Für mich ein gelungener zweiter Teil der Trilogie, und das Warten bis September auf Band drei lohnt sich sicherlich!

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